BorderCollieClassics 2012

Nachdem wir letztes Wochenende auf einem Seminar (Philipp M.-S.) waren und wirklich gar nichts geklappt hat, war ich nicht besonders zuversichtlich, was die Border Collie Classics anging. Mir hat einfach völlig das Timing gefehlt und Cap war dadurch ziemlich verunsichert. Uns fehlt einfach das Training. Aber ab September wohnen wir ja in München, da werden wir es dann wohl mehr als einmal im Monat zum Training schaffen. Darauf freue ich mich natürlich schon ziemlich und Cap bestimmt auch, weil ich dadurch überhaupt wieder viel mehr Zeit für ihn haben werde ;).

Die BCC fanden auf einer Windhunderennbahn in der Nähe von Frankfurt statt. Das Gelände fand ich einfach genial für so eine Veranstaltung. Lediglich die Organisation war teilweise nicht so geglückt. Dass man für drei Parcours drei Nummernsätze braucht und dass eine Gruppe nicht gleichzeitig auf zwei Parcours besichtigen und laufen kann, ist eigentlich für jeden ersichtlich. Auch, dass auf einem Parcours lediglich zwei Helfer für sämtliche Aufgaben (Sprecher, Zeitstopper, Schreiber, Parcourshelfer usw) zu finden waren, hat das ganze etwas schwierig gemacht. Da die meisten Starter (dabei will ich auch mich nicht ausnehmen 😉 ) nicht wirklich Lust hatten, bei 36 Grad, zwischen ihren vier Läufen, noch viel zu helfen. Denn dazu kam zum Beispiel in meiner Gruppe noch der Stress, dass sich der gesamte Zeitplan verschoben hat und man total den Überblick verloren hat, wann man wo dran war. Die kurzen Zwischenpausen wollten wir deshalb doch eher im Schatten verbringen :D. Insgesamt war es aber trotzdem eine tolle Veranstaltung!!

Bei mir ging es am ersten Tag mit einem ALauf los. Gelaufen wurden am Samstag vier (2x ALauf, 2x Jumping) und am Sonntag zwei Läufe (1x ALauf, 1x Jumping + ggf. Finale). Um sich für das Einzelfinale am Sonntag zu qulifizieren, musste man sich in einem der Läufe unter den ersten 10 platzierten Startern befinden. Cap lief sehr konzentriert und fehlerfrei. Allerdings kam mir das ganze nicht so schnell vor, da die Zonen nicht so gut waren und wir kurz vor Schluss noch einen größeren Bogen hatten. Außerdem war der Weg nach dem Steg nicht ganz so optimal…

Da es bei 242 Startern doch einige Nuller gab und bei uns keine Zeiten usw. durchgesagt wurden, weil dies der Parcours war, bei dem es nur zwei Helfer gab (bis sich noch ein paar Starter erbarmt haben zu helfen), erwartete ich eine Platzierung um Platz 20. Da damit keine Chance auf einen Start im Finale bestand, mussten wir also in den nächsten Läufen Gas geben. Nachdem es einfach so viele tolle Läufe gab, war es bei dem Niveau und der Starterzahl mit nett durchlaufen nämlich nicht getan :-P. Als nächstes standen die beiden Jumpings auf dem Plan. Im Ersten warf Cap gleich die erste Stange. Danach lief ich unkonzentriert und es kam noch eine Verweigerung dazu. Im Zweiten fiel wieder die erste Stange, deshalb habe ich gleich abgebrochen. Ich denke, dass es daran lag, dass in den ALäufen die Sprunghöhe 60 cm betrug und in den Jumpings 65 cm. Eigentlich ja kein Problem, außer man fing mit einem ALauf an. In meiner Gruppe beispielsweise fielen die Stangen reihenweise. Aber eigentlich sollte die unterschiedliche Sprunghöhe kein Problem darstellen :). Nachdem also unsere Jumpings etwas in die Hose gingen, war die letzte Chance schon sicher im Finale dabei zu sein, der zweite Alauf. In diesem gab es nur sehr, sehr wenige Nuller. Deshalb entschied ich mich (etwas untypisch 😉 ) für die Sicherheitsvariante an der Stelle vor der Wand, wo es viele dis gab. Cap lief einfach nur bombig. Er war extrem bemüht, hatte gute Zonen, einfach toll!! Ich war sooo zufrieden mit dem Kleinen, weil ich ja überhaupt nicht damit gerechnet hatte, dass wir überhaupt einen Nuller zustande bekommen ;).

Die Zeit (die auf diesem Parcours durchgesagt wurde 🙂 ), war zwar nicht direkt schlecht, aber meine etwas merkwürdige Variante hatte doch sehr viel Zeit gekostet, deshalb hatte ich Angst, dass es trotzdem nicht reicht :). Die Ergebnisse von diesem ALauf wurden als erstes ausgehängt, da die Läufe auf diesem Ring als erstes beendet waren. Wir sind auf Platz 5 (von 259) Startern gelandet. Da hab´ ich mich natürlich sehr gefreut, da wir damit sicher im Finale dabei waren. Vor allem war die Zeit trotz Umweg wirklich nicht schlecht.

Nachdem die letzten Läufe auch auf den anderen Ringen beendet waren, wurden dann auch noch die restlichen Ergebnisse ausgehängt. Und ich war doch sehr, sehr überrascht, dass wir im anderen ALauf mit einer guten Zeit auf Platz 4 gelandet sind. Und das bei dem Starterfeld :).

Die nächste Überraschung gab es dann am nächsten Tag, als die Listen der Starter für das Team Finale ausgehängt wurden. Wir standen nämlich auch mit drauf :D.  Für das Mannschaftsfinale haben sich die besten vier Starter aus jedem Land durch die Läufe am Samstag qualifiziert. Mit im Team waren außerdem Kriszta&Fleece, Philipp&Heat und Susanne&Hazel.

Aber zunächst waren wir in der Früh mit dem Jumping an der Reihe. Nachdem wir ja eh schon für´s Finale qualifiziert waren, war Risiko angesagt. Geendet hat der Lauf dann im dis ;), weil ich Cap nach einem geraden Tunnel nicht richtig eingefangen habe. Selber Schuld :). Davor und danach war Cap wirklich wieder brav. Im ALauf habe ich dann gleich gegen Anfang den Steg wiederholt, weil Cap an der Zone nicht stand, sondern durchgelaufen ist. Deshalb dort auch ein dis. Im weiteren Verlauf war ich dann etwas unkonzentriert, deshalb wären noch zwei weitere dis dazu gekommen. Aber Cap war an den anderen Zonen brav ;). Nachdem die regulären Läufe beendet waren, stand dann das Team Finale an. Cap ist einfach soooo gut gelaufen, der Brave. Ich war gleich als Erste von unserem Team an der Reihe und habe an Hürde 4 erst einmal eine Verweigerung kassiert. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass Cap ordentlich Speed gibt und wollte ihn eigentlich davon abhalten, zu weit raus zu springen. Dabei habe ich es etwas übertrieben 😦 und ihn so laut und hart angesprochen, dass er kurz vor der Hürde noch abgedreht hat. Viel zu brav der Schatz :-*. Danach lief es wieder gut und wir konnten den Lauf mit einer VW sicher in´s Ziel bringen. Kriszta lief nach uns einen Nuller. Philipp bekam leider den Stegauf- und Abgang. Susi hatte einen tollen Lauf, der aber leider kurz vor Schluss noch im dis endete. Da es aber bei vielen anderen Nationen nicht viel besser lief, sind wir trotzdem noch auf Platz 4 gelandet. Gewonnen haben hochverdient die Italiener, die als einzige Mannschaft drei fehlerfreie Läufe in die Wertung eingebracht haben.

Dann stand noch das Einzelfinale an. Dort trat dann das ein, was ich eigentlich schon beim Team Finale erwartet hatte. Meine Konzentration hat nach sieben Läufen bei über 35 Grad einfach nachgelassen…. Also endete unser Lauf relativ schnell im dis. Das hat aber gar nichts gemacht :). Wir haben uns trotzdem sehr gefreut, dass wir bei den 36 Finalteilnehmern dabei waren. Außerdem war ich wirklich ziemlich stolz auf den kleinen Cap, der so super gelaufen ist und auch bei den „Großen“ ganz gut mithalten konnte.

Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder dabei sein können :D!!

 

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MastersAgilityCup (MAC) Emmendingen!

Wir haben ja bei der MAC-Quali in Bad Soden im Juni teilgenommen. Dort sind wir auf Platz 15 gelandet und haben uns so gerade nicht mehr für das deutsche Team qualifiziert und standen dadurch als erstes auf der Warteliste. Heute habe ich den Anruf bekommen, dass einer der 14 Large Starter aus dem deutschen Team ausfällt und ich deshalb mit Cap nachrutschen könnte. Der Tierarzt meinte zwar, dass Agi für die gezogene Kralle kein Problem darstellt, aber mir ist das ohne Schutz doch etwas zu gefährlich. Leider wird es beim MAC nicht erlaubt, die Kralle zu tapen, deshalb haben wir lieber abgesagt! Sehr schade, aber wir versuchen es einfach nächstes Jahr wieder :D.

© Julia Kaczmarek

EuropeanOpen Agility 2012, Kristianstad (Schweden)

Wir sind zurück aus Schweden. Eine tolle Zeit liegt hinter uns ;)! Nachdem wir letzte Woche am Dienstag nach meinem Anatomie-Physikum nach Rostock losgefahren sind,  haben wir Mittwoch gleich in der Früh um neun die Fähre nach Trelleborg genommen. In Schweden angekommen haben wir die Tage bei schönstem Wetter an verschiedenen Stränden verbracht. Dass Hunde an den Stränden nicht erlaubt sind, haben wir erst relativ spät erfahren :D, aber gestört hat das zum Glück eh keinen. Donnerstag Nacht sind wir dann in Kristianstad angekommen und haben erst einmal das tolle Gelände besichtigt. Nachdem wir ja trotz Wohnmobil kein Camping gebucht hatten, weil die Kosten für uns arme Studenten doch einfach zu hoch waren, mussten wir uns noch einen Stellplatz suchen. Den haben wir auch gefunden!! Direkt vor der Türe, keine 100m von den Parcours entfernt, in Toiletten- und Duschennähe, sowie den ganzen Tag im Schatten gelegen. Also einfach ideal :D.

Freitag war dann nach der Tierarztkontrolle das Training an der Reihe. Es war zwar nicht so viel Zeit zum trainieren, es hat aber gut gereicht, um die Hunde an den Kunstrasen zu gewöhnen.  Anschließend fand dann noch der Einmarsch in´s Stadion durch die gesamte Stadt statt :).

Samstag ging es bei mir dann mit dem Individual Jumping los. Leider fiel nach einem Wechsel eine Stange. Gegen Ende des Parcours war ich dann etwas zu spät dran, deshalb kassierten wir noch eine Verweigerung. Cap alles in allem aber recht brav.

Im A-lauf haben wir dann die Startsequenz einfach soooo gut gemeistert :). Früher hätte ich das nie so führen können. Schön, dass man wenigstens an manchen Stellen Fortschritte sieht ;). Aber leider habe ich Cap dann nach dem Doppelsprung etwas eng hereingeholt, sodass er dann die nächste Hürde von innen, statt von außen gesprungen ist. Also dis. Danach etwas unkonzentriert fertig gelaufen.

Am Abend standen dann die Finalläufe auf dem Programm. Besondere Highlights waren zunächst die Läufe von Kriszta&Rio, sowie von Silas&Caja, die in Medium den ersten und zweiten Platz belegten. Danach begann das Large Finale. Einfach  der Wahnsinn, was für HAMMER Läufe hier zu sehen waren. Die besten Runnings, die ich je gesehen habe!! Und das nicht bei ein oder zwei Startern, sondern bei fast allen. Es wurden extreme Zeiten gelaufen, einfach gigantisch. So etwas ist in Deutschland einfach nicht zu finden….

Sonntag waren dann die Team-Läufe dran. Unser Team „Bad Girls & Good Guys“ war gleich in der Früh mit dem A-Lauf an der Reihe. Cap war der Erste und kam mit einem Nuller ins Ziel. Der ein oder andere Bogen und extrem kontrollierte Zonen haben eine bessere Zeit verhindert. Aber der Nuller war ja für die Mannschaft das Wichtige. Nachdem Nicole & Deav auch einen Nuller liefen und Vanessa & Deacon mit einer VW in´s Ziel kamen, war klar, dass wir nach dem A-Lauf sehr weit vorne in der Mannschaftswertung lagen. Es kam also auf den Jumping an. Cap lief recht gut los, rutschte dann aber durch den regennassen Kunstrasen am Weitsprung vorbei und sprang diesen schräg–> dis, danach wieder fehlerfrei. Trotz Diskussionen blieb es dabei. Also kam es auf den Rest der Mannschaft an. Nicole und Isa & Pepper beide null, aber Vanessa leider dis. Sehr schade, da durch die beiden dis der Finaleinzug verhindert wurde. Aber trotzdem noch Platz 19 von 93 Mannschaften :). Außerdem war ich mit Cap´s Läufen sehr zufrieden. Ganz besonders hat uns natürlich gefreut, dass ein deutsches Team das Mannschafts-Finale gewonnen hat. Soooo gut!!!

Montag ging es dann nach einem schönen Spaziergang wieder auf die Fähre und zurück nach Deutschland.

Insgesamt war es einfach eine perfekt organisierte Veranstaltung, bei der es an nichts gefehlt hat. Die Schweden waren immer freundlich und hilfsbereit und haben ihr möglichstes versucht, um eine gelungene Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Das Gelände war ideal und die Stimmung einfach super. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder dabei sein können :)!

Allerdings hat Cap sich leider an der Kralle verletzt. Beim Einspringen am Samstag hat er kurz gehumpelt, nachdem er eine Stange geworfen hatte. Ich habe gedacht, dass er sich angeschlagen hat und habe mir kurz die Pfote angeschaut. Nachdem er aber sofort wieder klar gelaufen ist, habe ich mir weiter nichts dabei gedacht. Samstag Abend ist mir allerdings aufgefallen, dass Cap vermehrt an der Pfote schleckt und habe daraufhin gesehen, dass die Daumenkralle an zwei Stellen eingerissen ist. Ich denke mal, dass dies beim Einspringen passiert sein muss. Daraufhin bin ich zum Tierarzt gegangen, um abzuklären, ob Cap am Sonntag überhaupt starten kann. Zum Glück war das aber kein Problem. Die Kralle wurde geschnitten und ich bekam den Tipp weiter zu beobachten, ob die Kralle ordentlich wächst und wenn nicht, zu Hause noch einmal zum Tierarzt zu gehen. Nachdem Cap aber auf der Fähre Montag Abend immer mehr angefangen hat zu schlecken, habe ich beschlossen doch zu Hause zum Tierarzt zu gehen, wo die Kralle dann gezogen wurde. Jetzt muss er noch bis Morgen einen kleinen Verband tragen :).

 

Videos werden nach und nach noch eingefügt!